BRUSTKREBSLEXIKON

Hier finden Sie in alphabetischer Reihenfolge eine Zusammenstellung wichtiger medizinischen Fachbegriffe zur Brustkrebserkrankung.

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A

 

Ablatio

(Aus dem Lateinischen = Entfernen) Entfernung der Brust; siehe Mastektomie.

Achsellymphknoten

= Nodi lymphatici axillares
Erste Sammelgebiete des Lymphabflusses und daher mögliche erste Metastasierungsstellen bei Mammakarzinom.

Adenokarzinom

Krebs, der aus Drüsengewebe hervorgeht, wie z. B. Brustkrebs.

Adjuvante Therapie

(aus dem Lateinischen = unterstützen) Behandlung, die im Anschluss an eine Operation oder Strahlentherapie durchgeführt wird zur Beseitigung von Tumorresten oder Mikrometastasen.

Allgemeinanästhesie

Vollnarkose (die Patientin schläft)

Amastie

Angeborenes Fehlen einer oder beider Brüste (der normale Zyklus der Frauen ist erhalten)

Amazonen-Syndrom

Fehlen oder Minderanlage der rechten Brust bei normal entwickelter linker Brustgröße.

Anästhesie

Narkose, durch Medikamente herbeigeführte Schmerz- und Bewusstlosigkeit.

Anisomastie

(Aniso = aus dem Griechischen – ungleich) Vorhandensein zweier ungleich großer Brüste.

Antihormone

Natürlich oder synthetisch hergestellte Substanzen, die die Hormonrezeptoren zeitlich begrenzt blockieren.

Antihormonelle Therapie

Bei nachgewiesenen Hormonrezeptoren (Östrogen- und Progesteronrezeptoren) mögliche Therapieform, um die jeweiligen Rezeptoren dauerhaft zu blockieren (meist Gabe von gegensätzlich wirkenden Hormonen).

Areola mammae

Areola = kleiner Hof – Warzenhof
Anatomische Bezeichnung des Warzenhofes rund um die Brustwarze. Begrenzt durch kleine Talgdrüsen, die während der Laktation vermehrt die Haut befeuchten und einfetten.

Aromatasehemmer

Medikament, das zur Therapie von hormonempfindlichem (rezeptorpositivem) Brustkrebs bei Frauen eingesetzt werden kann, die schon in den Wechseljahren sind.

Arteria axillaris

Achselschlagader

Ästhetik

 

Athelie

Fehlen der Brustwarze bei normal ausgebildetem Brustdrüsenkörper.

Atypische Hyperplasie

Gutartige Vermehrung des Brustdrüsengewebes mit atypischen Merkmalen; hierbei ist das Brustkrebsrisiko erhöht.

Augmentation

Plastische Operation zur Brustvergrößerung und/ oder zur Defektfüllung, z.B. durch Einlage von Implantaten oder durch Auffüllung über körpereigenes Gewebe.

Autologe Konversion

Brustrekonstruktion durch Eigengewebe durch
Mastopexietechnik nach Prothesenentfernung.

Axilla

Achselhöhle

Axilladissektion

Operative Entfernung der axillären Lymphknoten (Unterteilung in 3 Level, je nach Nähe zur Brust)


B

 

Benigne

Gutartig

Bestrahlung

Applikation von Teildosen in der Strahlentherapie (siehe dort) in mehreren, zeitlich aufeinander folgenden, festgelegten Abständen.

BET

= brusterhaltende Therapie

Bildgebende Verfahren

Untersuchungsmethoden, bei denen Bilder des Körperinneren erzeugt werden (z.B. die Mammagraphie)

Biopsie

Entnahme von Gewebe zur mikroskopischen Untersuchung.

BI-RADS

Einschätzung der Dignität in 7 Kategorien (BI-RADS 0 – 6) sowie adäquates Procedere gemäß American College of Radiology (ACR)

0 – Diagnostik inkomplett – Diagnostik vervollständigen – Karzinomwahrscheinlichkeit unklar
1 – kein Befund – keine Kontrolle – Karzinomwahrscheinlichkeit 0%
2 – sicher benigner Befund – keine Kontrolle – Karzinomwahrscheinlichkeit 0%
3 – wahrscheinlich benigner Befund – Kontrolle – Karzinom-Wahrscheinlichkeit 1 – 3%
4 – unklarer, wahrscheinlich maligner Befund – Biopsie – Karzinomwahrscheinlichkeit 20 – 30%
5 – malignomtypischer Befund – adäquate Therapie – Karzinomwahrscheinlichkeit ~ 90%
6 – Malignität 100% nach histologischer Verifikation

Bösartig

Maligne, , Gegensatz zu benigne. Der bösartige Tumor hält sich nicht an die natürlichen Gewebegrenzen, sondern wächst zerstörend in benachbarte Gewebe. Diese Tumoren können Absiedelungen (Tochtergeschwülste, Metastasen) in vom Primärtumor entfernten Bereichen des Körpers bilden.

Brustvergrößerung

Siehe Augmentation

Brustverkleinerung

Siehe Reduktionsplastik


C

 

Ca

Abkürzung für Karzinom

Carzinoma in situ

Frühstadium eines Karzinoms. Von seiner Zellbeschaffenheit her ein bösartiger Tumor, der aber noch örtlich begrenzt ist. Er hat keinen Anschluss an das Blut- oder Lymphgefäßsystem.

Chemotherapie

Einsatz von hochwirksamen Medikamenten zur spezifischen Hemmung des Wachstums von Tumorzellen im Körper

Hierbei wird zwischen einer adjuvanten Therapie und einer neoadjuvanten Therapie unterschieden.

Computertomographie = CT

Computergestütztes Bildgebendes Verfahren, das mittels Röntgenröhre und Kontrastmittel eine Darstellung von Gewebeteilen innerhalb des Körpers erlaubt. Das CT dient insbesondere zum Nachweis umschriebener morphologischer Veränderungen (z.B. Tumoren, Metastasen, Abszesse)

D

 

DCIS

= duktales Carcinoma in situ

Vorstufe des duktalen Karzinoms. Es finden sich atypische Zellen, die nur in der Gangauskleidung wachsen. Ein zerstörendes Wachstums dieser Zellen oder eine Ausbreitung außerhalb der Milchgänge in andere Gewebe der Brust hat noch nicht stattgefunden.

Aufgrund der Mikrokalzifikationen des DCIS ist die Mammographie die Nachweismethode der Wahl.

Differenzierungsgrad

Siehe Grading

Dignität

Aus dem lateinischen: Wertigkeit; Malignitätsgrad
Wird verwandt zur Bezeichnung eines Tumor im Sinne von gut- oder bösartig.

Ducti lactiferri

Milchgänge

Duktales Karzinom

Ein von den Milchgängen der Brust ausgehender, zerstörend in die Umgebung wachsender Krebsprozess. Hierbei findet zunächst ein Wachstum entlang der Milchgänge statt.

Duktus, duktal

Aus dem lateinischen: Gang
Hierbei handelt es sich um Gänge/ Kanäle der Brust, die die Milch vom Drüsenkörper (Lobulus) zur Brustwarze transportieren.

E

 

Einziehung

Eine Einziehung der Haut oder der Brustwarze dient als möglicher Hinweis auf einen tiefer gelegenen Tumor.

Estrogen

Aus dem Englischen

Östrogen = weibliches Sexualhormon

Externe Bestrahlung

Strahlentherapie (siehe dort), die von außen mittels einer Appertur Hochenergiestrahlen auf das Karzinom richtet.


F

 

Feinnadelbiopsie

Gezielte Gewebeentnahme (Biopsie) mit einer dünnen Nadel. Das gewonnene Gewebe wird mikroskopisch untersucht.

Fibroadenom der Brust

Gutartiger Tumor aus Binde- und Drüsengewebe, kommt häufiger bei jungen Frauen vor.

Fibrozystische 
Mastopathie

Vermehrte (gutartige) Bindegewebsbildung mit vielen kleinen Zysten in der Brust.

Früherkennung

Untersuchung mit dem Ziel, eine vorhandene Tumorerkrankung zum frühest möglichen Zeitpunkt zu erkennen, um eine bestmögliche Therapie zu ermöglichen.


G

 

Galaktorrhoe

Milchige Absonderung aus der Brustdrüse.

Gewebe

Verband von gleichartigen Zellen, die die gleiche Funktion ausüben.

Gigantomastie

Siehe Hypermastie

Grading

Hinweis auf höchstwahrscheinliche Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors; hierzu wird zwischen

G 1 – hoch differenziert –Ausgangsgewebe noch gut erkennbar
G 2 – mäßig differenziert –Ausgangsgewebe noch erkennbar
G 3 – niedrig differenziert –Ausgangsgewebe nicht mehr erkennbar

unterschieden. Je höher die Gradzahl, desto weniger differenziert ist der Tumor und umso höher ist der Malignitätsgrad.

Gutartig

(benigne), der Tumor hält sich an die natürlichen Gewebegrenzen. Sie wachsen nicht überschreitend in andere benachbarte Gewebe. Sie bilden keine Tochtergeschwülste (Metastasen). Gutartige Tumoren können groß werden.


H

 

Her2/neu

Eiweißstoff, der als Rezeptor (Bindungsstelle) vermehrt auf Tumorzellen der Brust vorkommt. Über diesen Eiweißstoff können die Tumorzellen zu weiterem Wachstum angeregt werden. An den Rezeptoren wirkt das Medikament Trastuzumab.

Herceptin

Handelsname des Medikamentes Trastuzumab, welches an den HER-2-Proteinen angreift (Antikörper im Rahmen der Immuntherapie beim Mammakarzinom)

Histologie

Lehre vom Feinbau biologischer Gewebe.

Hochgeschwindig-
keitsbiopsie

Siehe Jet-Biopsie

Hormonrezeptoren

Bindungsstelle der Zellen für Hormone. (Unterscheidung u.a. zwischen dem Estrogen- und dem Progesteron-Rezeptor). Das Wachstum rezeptorpositiver Mammakarzinome kann durch Hormone gefördert werden. Bei hohen Rezeptorkonzentrationen wird als Therapie eine Blockierung mit Antihormonen versucht, um so ein Wachstum des Tumors zu verhindern.

Hypermastie

= Gigantomastie, Makromastie
Anlage einer sehr groß entwickelten Brust

Hypomastie

Angeborene Unterentwicklung beider Brüste (extreme Unterentwicklung = Mikromastie)


I

 

Immunhistologie

Darstellung verschiedener Strukturen auf oder in Zellen zur genauen Abgrenzung der Dignität (gut- oder bösartig) der untersuchten Gewebe.

Inflammation–
Inflammatorisches Mammakarzinom

Aus dem lateinischen = Entzündung

Aggressive Form des Mammakarzinoms, bei dem die Krebszellen in die Lymphgefäße der Brusthaut eingedrungen sind. Die Brust färbt sich rötlich, ist geschwollen und unnatürlich warm; die Haut auf der Brust kann narbig aussehen oder mit Furchen durchzogen sein. Um eine Ausbreitung des Tumors zu vermeiden, sollte von einer primären Operation abgesehen und zunächst eine neoadjuvante Chemotherapie angestrebt werden.

Interdisziplinäres Team

Team aus verschiedenen Fachrichtungen. Vorzugsweise: Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie, Pathologie und Senologie/ Gynäkologie.

Invasiv

= infiltrierend; siehe maligne


J

 

Jet-Biopsie

= Hochgeschwindigkeitsbiopsie, Stanzbiopsie
Nach örtlicher Betäubung werden mithilfe einer automatischen Biopsienadel unter Ultraschallkontrolle Stanzzylinder aus dem Tumorgewebe entfernt.


K

 

Karzinogen

Krebsauslösende Substanz

Karzinom

Bösartiger Tumor, der in der Haut, der Schleimhaut oder im Drüsengewebe entsteht.

Kernspin

 

Knochenszintigraphie

Bildgebendes Verfahren unter Verwendung kurzlebiger radioaktiver Substanzen zur Darstellung oder zum Ausschluss möglicher Knochenmetastasen.

Teil des Staging

Krebs

Bösartige Geschwulst. Krebszellen wachsen unkontrolliert. Verursacht wird dies durch eine Störung der genetischen Wachstumskontrolle und –regulation in den Körperzellen.


L

 

Laktation

Absonderung aus der Brustwarze

Latissimus dorsi Lappen

Rekonstruktives autologes (mit Eigengewebe) Verfahren zum Brustaufbau, bei dem Muskel aus dem Seiten- /Rückenbereich (Musculus latissimus dorsi) in den Bereich der Mastektomienarbe eingesetzt wird. Dadurch ist eine individuelle Wiederherstellung des Körperbildes möglich.

LCIS

= lobuläres Carcinoma in situ

Vorstufe des lobulären Karzinoms. Es finden sich atypische Zellen, die hauptsächlich von den Drüsenläppchen ausgehen. Ein zerstörendes Wachstums dieser Zellen oder eine Ausbreitung außerhalb der Milchgänge in andere Gewebe der Brust hat noch nicht stattgefunden.

Da meist keine suspekten Mikrokalzifikationen beim LCIS vorliegen, ist ein mammographischer Nachweis schwierig.

Lobuläres Karzinom

Ein vom Drüsenkörper der Brust ausgehender, zerstörend in die Umgebung wachsender Krebsprozess. Hierbei findet zunächst ein Wachstum im Drüsenkörper statt und kann sich dann auf die Milchgänge ausweiten.

Lobus, lobulär

Aus dem lateinischen: Lappen – Einzelne  Läppchen betreffend;

Bezeichnet die Drüsenlappen der weiblichen Brust. Hiervon sind ca. 15 – 20 pro Seite in jeder Brust zu finden.

Lokalanästhesie

Separate Betäubung einer bestimmten Körperstelle (z.B. des Stichkanals bei der Jet-Biopsie)

Lokale Therapie

Behandlung, die nur auf die Zellen des Tumor bzw. des benachbarten Gewebes wirkt; keine Beteiligung des gesamten Körpers. Der Gegensatz dazu ist die systemische Therapie.

Lumpektomie

Lappenentfernung, Teil der Brusterhaltenden Therapie.

Lymphangiosis 
carcinomatosa

Kontinuierliche Ausbreitung des Karzinoms entlang der Lymphgefäße.

Lymphe

Hellgelbe Flüssigkeit, welche durch den Austritt von Blutplasma aus den Kapillaren ins Gewebe entsteht. Diese wird im Lymphsystem transportiert, fließt von dort in die Blutbahn und  befördert Zellen, die eine Abwehrfunktion haben.

Lymphknoten

Linsen- bis bohnengroße, im ganzen Organismus verteilte Organe, die als Filter für Bakterien und andere Fremdkörper (wie z.B. Krebszellen) in die Lymphbahnen eingeschaltet sind.

Lymphknotenstatus/- befall

Anzahl an Lymphknoten, in denen Krebszellen nachgewiesen werden konnten. Der Verlauf der Krebsbehandlung ist u.a. davon abhängig.

Lymphödem

Schwellung der Hand oder des Armes bei Verschluss/ Blockierung oder Fehlen der regionären Lymphknoten.
Behandlung z.B. durch Lymphdrainage oder Kompressionsverbände.

 

 


M

 

Magnetresonanz-
tomographie

Nichtinvasive, bildgebende Methode zur Darstellung von Weichteilgewebe. Dieser Vorgang ist mit der Ausrichtung und Messung von Elektronen im Körper verbunden und weist daher keine Strahlenbelastung auf. Besonders kommt diese Methode zum Einsatz bei:

·
 jungen Patientinnen mit sehr dichtem Drüsenkörper
·
 zum Ausschluss von Multrizentrizität
·
 zur Diagnostik im vorbestrahlten Gewebe nach
  brusterhaltender Therapie
·
 nach plastischer Brustrekonstruktion

Makromastie

Siehe Hypermastie

Maligne

Bösartig

Malignom

Bösartiger Tumor

Malignitätsgrad

Siehe Dignität

Mamille

Brustwarze

Mamillenrandschnitt

Operative Schnittführung entlang des Warzenhofs, die bei kleinen Eingriffen nahe der Mamille gewählt werden kann. Meist wird hierbei ein gutes kosmetisches Ergebnis erzielt.

Mammaasymmetrie

Nicht seitengleich entwickelte Brust (bis zu einem gewissen Maß normal)

Mammachirurgie

Operative Verfahren an der weiblichen Brust.

Mammakarzinom

Krebserkrankung der Brustdrüse, Unterteilung nach histologischen Gesichtspunkten.

Mammographie

Bildgebendes Verfahren der Röntgendiagnostik zur Darstellung evtl. Veränderungen in der weiblichen Brust. Die Mammographie wird dabei sowohl als Screening als auch als Verlaufkontrolle eingesetzt.

Mammotombiopsie

= Vakuumbiopsie
Nach örtlicher Betäubung werden in stabiler Bauchlage mithilfe einer Biopsienadel unter Röntgenkontrolle Stanzzylinder aus dem Tumorgewebe der Brust entfernt.

Mastalgie/ Mastodynie

Brustschmerzen (häufigste senologische Symptom)
Mastalgie – zyklusunabhängiger Schmerz
Mastodynie – zyklusabhängiger Schmerz

Mastektomie

Entfernung (Amputation) der Brustdrüse.

Mastitis

Entzündung der Brust bzw. des Brustdrüsengewebes.

Mastopathie

Häufige, gutartige Veränderung des Brustdrüsengewebes, die vor allem zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr auftritt.

Mastopexie

= Bruststraffung
Hierbei wird die überschüssige Haut entfernt, die Brüste angehoben und gestrafft und damit dem Körper wieder besser angepasst.

Mastoptose

= Mamma pendulans, Hängebrust
Eine Absenkung der weiblichen Brust, vor allem bei Mehrgebährenden, Hypertrophie oder Frauen mit Bindegewebsschwäche.
Als Therapie ist vor allem bei jüngeren Frauen eine Mammaplastik möglich.

Menopause

Wechseljahre

Metastase

Tochtergeschwulst. Absiedelung von bösartigen Tumorzellen über Blut- oder Lymphgefäße. Fernmetastasen bei Brustkrebs befinden sich häufig in Leber, Lunge und Knochen.

Metastasierung

Ausbreitung der Krebserkrankung von einem Teil des Körpers in einen anderen; die Zellen können vorwiegend über den Lymph- oder den Blutweg transportiert werden.

Mikrokalzifikationen

Meist mit Mikroverkalkung gleichgesetzt
feinste Kalziumablagerungen in der Brust; diese sind zwar in der Mammographie zu sehen, aber nicht zu tasten. Auch lässt sich meist im Ultraschall kein entsprechendes Gegenstück finden. Eine Ansammlung dieser sehr kleinen Kalziumkörnchen könnte auf die Anwesenheit eines Karzinoms hinweisen.

Mikrometastase

Kleinste, nur feingeweblich nachweisbare Absiedelung von Krebszellen.

Mikroverkalkung

Kleinste Kalkablagerungen im Brustgewebe, die in der Mammographie sichtbar werden.

Mirkomastie

Siehe Hypomastie

Morbus Paget

Sonderform des infiltrierenden duktalen Mammakarzinoms: häufig mit einseitig ekzemartig, gelegentlich ulzerierenden Hautveränderung der Brustwarze vergesellschaftet.

Multizentrizität

Das gleichzeitige Auftreten eines oder mehrerer Karzinomherden in verschiedenen Quadranten der Brust.

Multifokalität

Das gleichzeitige Auftreten mehrerer Karzinomherde im gleichen Quadranten der Brust.


N

 

Nachsorge

Weiterbehandlung eines Tumorleidens nach erfolgter operativer Therapie, Strahlentherapie und/ oder Chemotherapie. Hierzu sollten folgende Zeitabstände eingehalten werden:

Bis 3. Jahr nach Therapie: Untersuchung in 3- monatigen Abständen
3 – 5 Jahr nach Therapie: Untersuchung in 6-monatigen Abständen
ab 5. Jahr nach Therapie: jährliche Kontrolle.

Neoadjuvante Therapie

(aus dem Lateinischen = unterstützen) Behandlung , die vor einer geplanten Operation oder Strahlentherapie durchgeführt, wird zur Beseitigung oder zur Reduktion der Tumormasse.

Neoplasie

Gutartige oder bösartige Neubildung von Gewebe.

Nippel

Brustwarze

Nippelelevation

Operative Aufrichtung bei eingezogener Brustwarze.


O

 

Onkologie

Teil der Inneren Medizin, die sich mit der Entstehung und Behandlung von Tumoren und tumorbedingten Erkrankungen beschäftigt.

Onkoplastische Operation

Operationen, die neben dem Hauptziel der Tumorfreiheit auch ein möglichst gutes kosmetisches Ergebnis haben; z.B. die brusterhaltende Therapie.

Östrogen

Siehe Estrogen

Östrogenrezeptoren

Empfängerstellen für das Östrogen in der Zelle. Bindet sich das Hromon an einen dieser Rezeptoren, wird das Zellwachstum stimuliert.


P

 

Palliativtherapie

Therapie zur Vermeidung von Komplikationen oder zur Behandlung von Symptomen.

Palpation

Abtasten der Brust durch den Untersucher. Dabei ist die Abtastung durch den Arzt eine wichtige Methode um das darunterliegende Gewebe zu beurteilen. Ebenso wichtig ist allerdings auch das regelmäßige Abtasten der Brust durch die Patientin selber.

Papillom

Gutartiger in den Milchgängen (Ducti lactiferri) gelegener Tumor – aufgrund des Risikos der Entartung von ca. 5 – 15 % sollte eine Entfernung erfolgen.

Paraffinschnitt

Routineverfahren zur Beurteilung von feingeweblichen Schnitten.

Pathologie

Lehre von den krankhaften Veränderungen im Organismus.

Pectoralismuskel

Muskel unterhalb der Brustdrüse. Dieser kann bei ausgedehnten Mammakarzinomen in Mitleidenschaft gezogen sein.

Polymastie

Anlage eines überzähligen Brustdrüsenkörpers, meist ohne Areola und Nippel.

Polythelie

Anlage einer überzähligen Brustwarze mit Warzenhof.

Primärtumor

Ursprünglich entstandener Tumor, im Gegensatz zu Tochtergeschwülsten (Metastasen).

Probeexzision

Operative Gewebeentnahme aus dem Brustknoten zur anschließenden mikroskopischen (feingeweblichen) Untersuchung.

Progesteron

Weibliches Sexualhormon


Q

 

Quality of life

= Lebensqualität: oberstes Ziel jeder Therapie / Krebstherapie ist es nicht nur die Tumorreduktion, sondern auch die Sicherung der Lebensqualität. 


R

 

Radiotherapie

Siehe Strahlentherapie

Reduktionsplastik

Methode zur Verkleinerung der Brüste. Hierzu wird die Brustwarze nach oben versetzt und das überschüssige Fettgewebe entfernt.

Remission

Aus dem lateinischen: Nachlassen

(vorübergehender) Rückgang bis hin zum völligen Verschwinden der Krankheitssymptome des Tumors.

Als Komplettremission wird der Zustand nach Therapie bezeichnet, wenn der Tumor nicht mehr nachweisbar ist.

Von Teilremission spricht man bei einer deutlichen Verbesserung der Beschwerdesymptomatik oder der Größenordnung des Tumors.

Resektion

Chirurgischer Eingriff zur Entfernung eines Organteils.

Rezeptorstatus

Beschreibt das Vorhandensein der Hormonrezeptoren von Progesteron und Östrogen. (siehe Hormonrezeptor)

Rezidiv

Wiederauftreten eines feingeweblich gleichartigen Tumors am gleichen Ort oder im gleichen Organ, nachdem die Behandlung bereits abgeschlossen war.

Risikofaktoren

Umstand, der die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Erkrankung erhöht.


S

 

Schnellschnitt

Feingewebliche Untersuchung von Tumorgewebe oder Lymphknoten während der Brustoperation, um die histologische Beschaffenheit des Tumors und das Vorhandensein von Krebszellen im entnommenen Gewebe zu bestimmen.

Screening

Siehe Früherkennung

Senologie

Es handelt sich um eine moderne Wortschöpfung aus dem französischen "le sein = die Brust" und dem griechischen Wort "Logos = das Wort, die Lehre"

Senologie ist somit die Lehre von der Brust und ihren Erkrankungen und der Senologe somit ein Spezialist für die Behandlung von Brusterkrankungen, speziell von Brustkrebs.

SNL =
Sentinel-Lymphknoten

= sentinel lymph node; Wächterlymphknoten

Hierbei handelt es sich um den ersten im regionalen Abfluss eines Mammakarzinoms liegende Lymphknoten. Ist dieser nicht durch Metastasen befallen, kann der Patientin meist eine ausgedehnte Axilladissektion erspart bleiben.

Dieser SLN wird vor der Operation radioaktiv markiert (Lymphabstromszintigraphie) und kann so während der Operation aufgefunden werden.

Sonographie

= Ultraschall

Bildgebendes Verfahren, mit Anwendung von hochfrequenten Schallwellen, welche am Gewebe reflektiert und die so entstandenen Echosignale in ein Bild (Sonogramm) umgewandelt werden. Aufgrund der unterschiedlichen Reflexion der Ultraschallwellen an den verschiedenen Gewebearten, lassen sich zum Einen Aussagen über die Beschaffenheit des Gewebes treffen und zum Anderen mikroinvasive Untersuchungen (z.B. Jet-Biopsie) überwachen.

Staging

Untersuchungen zur Bestimmung Tumorstadieneinteilung (Bestimmung der Tumorgröße und –ausbreitung innerhalb des befallenen Organs, der Lymphknoten und weiterer Organe) im Körper:

Lungenaufnahme: Ausschluss von Lungenmetastasen

Oberbauchultraschall: Ausschluss von Lebermetastasen

Knochenszintigraphie: Ausschluss von Knochenmetastasen

Stanzbiopsie

Gewebsentnahme mittels einer Hoch-geschwindigkeitsstanze zur mikroskopischen Untersuchung.

Strahlentherapie

= Radiotherapie

Anwendung von Strahlung zur Behandlung maligner Tumorleiden. Ziel dieser Therapieform ist es, eine maximale Schädigung des Tumorgewebes bei gleichzeitiger Schonung des umgebenden Gewebes zu erreichen.

Systemische
Therapie

Behandlung, die auf alle Zellen des Körpers wirkt, da hier Substanzen verwandt werden, die im Blutstrom zirkulieren, z. B. Chemotherapie. Der Gegensatz dazu ist die lokale Therapie.


T

 

Tamoxifen

Antiöstrogen. Einsatz im Rahmen einer Hormontherapie bei Brustkrebs über 5 Jahre.

TRAM

= transversaler Rektuslappen

Rekonstruktives autologes (mit Eigengewebe) Verfahren zum Brustaufbau, bei dem Muskel aus der Bauchdecke (unterer Anteil des Musculus rectus abdominis) in den Bereich der Mastektomienarbe eingesetzt. Dadurch ist eine individuelle Wiederherstellung des Körperbildes möglich.

Trastuzumab

Siehe Herceptin

Tumor

Gutartige oder bösartige Geschwulst durch Wucherungen von Zellen. (siehe Krebs)

Tumormarker

Tumorindikatoren. Dies sind körpereigene Substanzen, die sich in hoher Konzentration in Blut und Urin befinden können.

Vor allem gelten beim Mammakarzinom die Marker CEA und CA 15-3 als Kontrollmöglichkeit.

Tumorstadium

Beschreibt die Ausdehnung eines Tumors im Körper und die Ausbreitung der Erkrankung von der ursprünglich befallenen Stelle in andere Körperregionen:

T (Größe des Primärtumors)

Tis – Carcinoma in situ
T1 – Tumor < 2,0 cm
T2 – Tumor < 5,0 cm
T3 – Tumor < 5 cm
T4 – Tumor mit direkter Verwachsung in die Brustwand oder in die Haut

N (Anzahl der betroffenen Lymphknoten)
N1 – Metastasen in beweglichen, axillären Lymphknoten der gleichen Seite
N2 – Metastasen in den axillären Lymphknoten der gleichen Seite, aber untereinander oder an anderen Strukturen fixiert
N3 – verdächtige Lymphknoten im Bereich des Schlüsselbeins oder Lymphödem des Arms

M (Fernmetastasen)
M0 – keine Fernmetastasen
M1 – Fernmetastasen vorhanden

L (Lymphangiosis carcinomatosa)
L0 – keine Lymphangiosis
L1 – Lymphangiosis vorhanden


U

 

Ultraschall

Siehe Sonographie


V

 

Vakuumbiopsie

Siehe Mammotombiopsie


W

 

Wächter-Lymphknoten

Spezielle Lymphknoten (Sentinel-Lymphknoten) in der Achselhöhle. Dieser Lymphknoten wird bei Brustkrebs als erster Lymphknoten von abgesiedelten Krebszellen befallen. Finden sich in ihm keine Krebszellen, ist die Wahrscheinlichkeit einer Metastasierung geringer. Eine Untersuchung des Wächter-Lymphknotens wird bei der operativen Entfernung des Tumors durchgeführt.


X - Z

 

Zyste

Sackartig erweiterte, mit Flüssigkeit gefüllte Blase. Zysten sind gutartig.

Zytostatika

Gruppe von Medikamenten, die die Zellteilung verhindern und so versuchen, das Tumorwachstum zu unterbinden.